Erfolgreicher Wechsel zu TEKSI Abwasser & GEP

08 Juni 2026
Gemeinschaft
TEKSI Abwasser

Ihr habt im 2025 die Daten verschiedener Gemeinde auf TEKSI Abwasser und GEP migriert – was hat euch motiviert auf diese neue Fachschale zu setzen?

Tom Meppiel: Wir haben als Firma im Vorfeld mehrere GIS-Fachschalen evaluiert, darunter auch TEKSI. Uns hat schlussendlich der Opensource Ansatz und die TEKSI Gemeinschaft überzeugt, die es uns weiterhin erlaubt uns aktiv einzubringen und mitzugestalten. Schon unsere alte, CAD basierte Lösung mit Datenbank im Hintergrund habe ich selber für die Aufgaben der GEP-Bearbeitung angepasst und erweitert. Bei proprietären Lösungen auf dem Markt hatte ich den Eindruck, dass ich das viel weniger beeinflussen und sehr abhängig von aussen bin.

Was waren die Hürden bei der Migration nach TEKSI Abwasser & GEP?

Eine Voraussetzung war, dass wir die Daten nach dem VSA Standard VSA-DSS exportieren konnten. Dazu haben wir FME genutzt und eine saubere INTERLIS Transferdatei (Release 2020) erzeugt. Mir hat geholfen, dass ich mich schon vorher mit der VSA-DSS und ihrem Aufbau auseinandergesetzt hatte und so fähig war, alle Objekte korrekt abzubilden. Danach war die
Transformation mit dem CHECKVSA auf Release 2020.1 und der Import in die neue Fachschale TWW eigentlich recht einfach. Klar gab es am Anfang noch systematische Fehler, die wir korrigieren mussten und einige Iterationen, bis alle Daten am richtigen Ort waren. Die Fehlerzahl hat sich aber sehr schnell reduziert. Umso schöner der Erfolg, als dann alle Daten in QGIS mit TEKSI visualisiert werden konnten.

“UNS HABEN SCHLUSSENDLICH DER OPENSOURCE ANSATZ UND DIE TEKSI-GEMEINSCHAFT ÜBERZEUGT!”

TWW ist ja nicht nur eine Fachschale für die Werkinformationen Abwasser, sondern unterstützt den gesamten GEP – was davon habt ihr schon ausprobiert?

Wir konnten eigentlich sofort und sehr intuitiv neue Bauwerke und Kanäle mit dem Wizard erfassen. Auch Einzugsgebiete haben wir erfasst, ebenso den Export Richtung Hydrauliksoftware getestet. Ebenso haben wir erfolgreich die Kanalfernseh-Aufnahmen aus verschiedenen Gemeinden integriert.

Noch nicht gross haben wir uns mit den weiteren GEP-Themen wie Massnahmen, Stammkarten etc. auseinandergesetzt – aber wir haben mit TWW die Sicherheit, dass mit der Basis auf Release 2020.1 alle notwendigen Klassen und Attribute bereit sind für die weitere GEP-Bearbeitung. Auch die INTERLIS Import und Export Schnittstelle gibt uns die Sicherheit, dass wir die bestehenden Daten oder auch neue einfach und ohne Probleme weitergeben oder übernehmen können, sowohl mit der Gemeinde, anderen GEP-Akteuren oder dem Kanton.

Ihr seid auch daran ein Webgis für verschiedenen Gemeinden aufzubauen – wie setzt ihr das um?

Wir nutzen dazu QGIS-Webclient 2 (qwc2).
Ursprünglich haben wir das TEKSI-Abwasserprojekt ohne Anpassungen mit qwc2 ins Web gestellt. Cool dabei war, dass dies sehr einfach realisiert war. Wir haben danach, um die Performance zu steigern, eigene Views für die Webdarstellung definiert. Eine Herausforderung war zusätzlich der gemeindespezifische Einsatz. Wir wollten dabei die individuellen Bedürfnisse der Gemeinden wie beispielsweise Drucklayouts oder Logos berücksichtigen jedoch ohne, dass der Wartungsaufwand bspw. bei Softwareupdates zu aufwendig wird. Dank der extrem flexiblen QGIS-Basisapplikation konnte dies zu aller Zufriedenheit bewerkstelligt werden.

“DER SCHRITT VOM GIS INS WEB WAR SEHR EINFACH!”


Tom Meppiel arbeitet seit 30 Jahren beim Ingenieurbüro in Therwil (BL). Ursprünglich als CAD-Konstrukteur gestartet, betreut er heute das GIS für die zehn Mitarbeitenden, welche vielfältige Aufgaben im Ingenieurtiefbau, der Vermessung und Geomatik sowie in der Planung / GEP umsetzen.

Das Ingenieurbüro Märki AG ist seit 2022 TEKSI Mitglied und nutzt QGIS mit dem Modul TEKSI Abwasser & GEP als zuverlässiges Werkzeug im Praxisalltag.